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Leitbild der Homburgschule Neuhausen ob Eck
Präambel
Unsere Arbeit soll geprägt sein durch ein enges Zusammenwirken von Schülern, Lehrern, Mitarbeitern, Schulleitung und Eltern.
Wir wollen einen Lern- und Lebensraum schaffen, der die Schüler fordert, die Entwicklung der Persönlichkeit fördert und den individuellen Stärken von Schülern und Lehrern Raum gibt.
Daraus leiteten sich unsere Überlegungen zur 1. Focusevaluation ab, bei der wir zum „Abweichenden Verhalten unserer Schüler“ Fragebögen erstellten und daraus Konsequenzen gezogen haben. Des Weiteren kooperieren wir mit MUTPOL (Diakonische Jugendhilfe) in Tuttlingen intensiv und regelmäßig.
Ziel ist es, die Basis dafür zu schaffen, dass Schüler und Lehrkräfte gerne in die Schule gehen und dort unter motivierenden sowie emotional und sozial guten Verhältnissen arbeiten können.
Unter den Leitgedanken finden sich Maßnahmen, die wir bereits umsetzen und mit denen wir uns in Zukunft beschäftigen werden.
Leitbild
„Deutsche Sprache – (k)ein Problem?!“
Unser Leitbild „Deutsche Sprache – (k)ein Problem“ basiert auf der hohen Bedeutsamkeit der deutschen Sprache, die nicht nur im Fach Deutsch eine zentrale Rolle spielt, sondern sich durch alle Fächer und Fächerverbünde zieht.
Für viele Schülerinnen und Schüler unserer Schule ist Deutsch nicht Familiensprache, sondern Zweitsprache, mit der sie fast nur in der Schule konfrontiert werden. Der selbstverständliche Umgang mit der deutschen Sprache ist für sie deshalb meist ein Problem.
Vor allem aber auch im Zeitalter von Computer und anderen technischen Medien kommen auch Kinder ohne Migrationshintergrund weniger in Berührung mit gesprochener und geschriebener Sprache. Daraus resultieren nicht selten Unsicherheiten oder gar Schwierigkeiten in diesem Bereich.
Unsere Schule hat sich aus all diesen Gründen zum Ziel gesetzt, den Schülerinnen und Schülern die deutsche Sprache wieder näher zu bringen, sie im besten Falle sogar dafür zu begeistern und damit Problemen entgegenzuwirken, die sich aus mangelnder Souveränität im Umgang mit der Sprache ergeben.
Wenn man mit der deutschen Sprache vertraut ist und ihr häufig in verschiedenen Formen begegnet, sollte sie in der Regel kein Problem mehr darstellen.
Leitgedanken
- Stärkung der verbalen Kommunikationsfähigkeit
- schriftliche Ausdrucksfähigkeit stärken
- Lesekompetenz verbessern
- Medienvielfalt näher bringen
- auf den Lebensalltag vorbereiten
- gezielte Förderung der Lese-, Rechtschreibschwierigkeiten
- Förderung und Verbesserung des Miteinanders zwischen Kollegium, Schüler/innen und Eltern im Schulalltag
Konkretisierung der Leitgedanken
Die verbale Kommunikationsfähigkeit unserer Schüler/innen fördern wir durch:
- Präsentationen/Vorträge
- Buchvorstellungen
- Theateraufführungen
- Rollenspiele
- Erzählkreis
Die schriftliche Ausdrucksfähigkeit unserer Schüler/innen stärken wir durch:
- Grundlegung von wichtigen orthografischen und grammatikalischen Einsichten (z.B. durch Handpuppe auf spielerische Art)
- Vielfältige Angebote von Materialien zum freien Schreiben
- Umgang mit verschiedenen Textsorten, Auszüge zum Weiterlesen und schreiben, Bilderbücher beschriften und erstellen
- Aufsätze, Klassenzeitung, Brieffreundschaften,
- Veröffentlichungen von Erlebnisberichten in Amtsblättern und auf der
- Homepage
Wir wollen die Lesekompetenz unserer Schüler/innen verbessern. Dies wollen wir erreichen durch:
- www.antolin.de (Leseprogramm)
- Projekte
- Buchvorstellungen
- Besuch der Bibliothek
- Vorlesewettbewerbe
- Tests / Leseverstehen
- Regelmäßige Lesehausaufgaben / Leseverträge / Lesepass
- Bücher selber herstellen
- Bücherkiste im Klassenzimmer
- Ganzschriften
- Sachtexte fächerübergreifend einsetzen
- Stütz- und LRS-Kurse
- Zusammenarbeit mit den Eltern
Wir lehren unsere Schüler/innen die Medienvielfalt näher bringen. Dies wollen wir erreichen durch:
- Zeitungstreff
- Klassenlektüre
- Klassenzeitung, Zeitungsberichte
- recherchieren im Internet (zum Bespiel unter www.blindekuh.de)
- Plakate und Stellwände gestalten
- Beiträge für die Homepage erstellen
- Bibliotheksbesuch (Stadtbibliothek Tuttlingen)
Wir wollen das Miteinander zwischen Kollegium, Schüler/innen und Eltern im Schulalltag verbessern und fördern. Dies wollen wir erreichen durch:
- Teamarbeit / Gruppenarbeit im Unterricht / Rollenspiele
- Gemeinsame Projekte
- Schulfeste (Organisation und Mitarbeit)
- Klärende Gespräche innerhalb der Klasse / Kummerkasten
- Elternmitarbeit bei der Eigenevaluation
- Regelmäßig stattfindende Elternsprechtage und Klassenpflegschaftssitzungen, schriftliche Rückmeldungen über Schülerverhalten
- Unterstützung durch Eltern bei Lerngängen
- Einbeziehung von Experten aus der Elternschaft
Wir wollen Schüler/innen mit Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten besonders fördern durch: das Miteinander zwischen Kollegium, Schüler/innen und Eltern im Schulalltag verbessern und fördern. Dies wollen wir erreichen durch:
- Kurse zu LRS in den Klassen 1 – 4
- Umsetzung der FRESCH-Methode im Deutschunterricht
Schwerpunkte und Umsetzung der Leitgedanken in den Klassen 1 – 4
Auf vielfältige Art und Weise wollen wir unsere Schüler/innen in den einzelnen Klassen durch gezielte Unternehmungen und Angebote, die unserem Schulprofil „Deutsche Sprache – (k)ein Problem“ gerecht werden, innerhalb des Unterrichts und auch darüber hinaus fördern.
Im Rahmen von Lesungen in der Stadtbibliothek oder in der Schule können die Kinder:
- Kinderbuchautoren kennen lernen
- Freude und Spaß an Büchern entdecken
- Geschichten und Märchen mit allen Sinnen erleben
Die Vorlesewettbewerbe in den einzelnen Klassenstufen können dazu beitragen, dass das Sprechen vor einem „Publikum“ eingeübt und verbessert wird.
Lesenachmittage oder eine Lesenacht können bei den Schülern Lesemotivation wecken, die zusätzlich durch Klassenlektüren gestützt werden.
Klassenbüchereien (Ausleihe durch die Stadtbibliothek Tuttlingen als Bücherkisten), Lese- und Schreibecken in den Klassenzimmern ermöglichen den Schülern
- Klassengeschichtensammlungen anzulegen
- sich in Schreibkonferenzen auszutauschen
- Fühl-, Tast- und Wortbilderbücher herzustellen und zu lesen
- Bücher vorzustellen
- altersgerechte Bücher auszuleihen
- regelmäßige Lesezeiten anzunehmen
- das Angebot zum freien Schreiben
Regelmäßig stattfindende Projekte sollen den Schülern komplexe Welten erschließen
- Zeitungsprojekte (Südkurier, Gränzbote)
- Frederick-Tag
- Buch-Projekt (u. a. Buchdruck)
- Märchenprojekt
- Angebote des Freilichtmuseums
- Buchherstellung allgemein und im Anschluss an ein Projekt oder Klassenlektüre
Ausserdem sollen sie Erfahrungen im Umgang mit Projektpräsentationen sammeln
- Ausstellungen
- Wandzeitungen
- Vorführungen, Theater
- Pressemitteilungen
Der vermehrte Einsatz des Computers auch schon in der Grundschule führt die Schüler zur gezielten Nutzung neuer Medien heran
- Lernprogramme in den einzelnen Fächern
- Gestaltung mit Schrift
- Rechtschreibung
- Textproduktion und –gestaltung
- Informationsentnahme für Präsentationen
- Beiträge für die Homepage erstellen bzw. für das Amtsblatt (Donnerstags), für die KIassenzeitung etc.
Besonderen Wert legt die Schule auf die Förderung von Schülern mit Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten. Außerdem ist uns die Zusammenarbeit mit den Eltern in Hinblick auf die Verbesserung der Lesekompetenz jedes einzelnen Schülers außerordentlich wichtig.
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